Pionierarbeit in Gmünd: LGA und ÖGK bündeln erstmals operative Kräfte in einer Klinik
Die niederösterreichische Landesregierung treibt die Neuordnung der medizinischen Versorgung im Bezirk Gmünd voran. Die geplante Gesundheitsklinik Gmünd, die das bestehende Landesklinikum...
Ärztekammer kritisiert Diagnose-Codierung und Kurs der Regierung bei Wahlärzten
Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) verschärft im Konflikt um die Zukunft der Wahlärzte den Ton gegenüber der Politik. Kammerpräsident Johannes Steinhart sprach von einem „Dauerangriff auf...
Wiener Straflandesgericht befasst sich mit mutmaßlich erkaufter Steuernachsicht
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in einer Steueraffäre rund um den Unternehmer Siegfried Wolf Anklage erhoben. Vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien sollen...
Bericht zu Strafvollzug: Psychische Erkrankungen treffen auf überfordertes System
Die Volksanwaltschaft zeichnet in einem neuen Schwerpunktbericht ein düsteres Bild der Situation psychisch erkrankter Menschen im österreichischen Strafvollzug. Die Versorgung dieser Gefangenen...
SPÖ strukturiert Wien-Spitze um: Neue Stadträtin, neue Vizebürgermeisterin, neuer Wirtschaftssprecher
Der Wiener Gemeinderat hat am Mittwoch zentrale Personalentscheidungen für die Stadtregierung fixiert und damit eine bereits länger angekündigte Rochade im SPÖ-geführten Rathaus vollzogen. Die...

Wiener Börse verliert nach Rallye – Iran-Konflikt treibt Öl und Volatilität

27.03.2026


Die Wiener Börse hat nach einer kräftigen Vortagesrallye wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der Leitindex ATX schloss am Donnerstag 0,70 Prozent tiefer bei 5.366,90 Punkten, nachdem er tags zuvor noch um deutliche 2,58 Prozent auf 5.404,63 Zähler zugelegt hatte. Am Mittwoch hatten Hoffnungen auf Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges die Kurse in Wien und an den europäischen Börsen nach oben getrieben – am Donnerstag dominierten dagegen Gewinnmitnahmen und neue Konjunktursorgen.

Belastet wurde das Sentiment vor allem von erneut merklich steigenden Ölpreisen. Diese schürten unter Investoren die Furcht vor anhaltendem Inflationsdruck und möglichen Belastungen für das Wirtschaftswachstum. Die Schlagzeilen zum Nahost-Krieg sorgten laut Analysten der Helaba weiter für ein „Wechselbad der Gefühle“ an den Finanzmärkten. Phasen der Hoffnung und Zuversicht würden sich mit Zeiten der Ernüchterung und Sorgen abwechseln, die Volatilität und Unsicherheit dürften in den kommenden Tagen und Wochen erhöht bleiben, hieß es in einem Tagesausblick.

Im Blickpunkt stand in Wien die Vorlage der Geschäftszahlen von Porr. Der Baukonzern steigerte seinen Gewinn im Jahr 2025 auf 136,7 Millionen Euro, ein Plus von 25,6 Prozent gegenüber 2024. Der Umsatz legte um 1,7 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang kletterte um 14,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Trotz dieser Verbesserungen schloss die Porr-Aktie 1,6 Prozent im Minus. Analysten der Erste Group werteten die Ergebnisse als weitgehend im Rahmen der Erwartungen, da zentrale Kennzahlen bereits vorläufig veröffentlicht worden waren. Das Management blickt auf das laufende Jahr 2026 zuversichtlich und sieht sich gegen steigende Energiepreise infolge des Iran-Krieges vorerst preislich abgesichert, warnt jedoch vor möglichen Auswirkungen eines längeren Konflikts auf die Materialpreise.

Deutlich unter Druck gerieten Technologiewerte. Die Titel des Leiterplattenherstellers AT&S gaben um 4,7 Prozent nach, nachdem sie am Vortag in einem starken Technologiesektor noch um mehr als elf Prozent gestiegen waren. Bereits zur Wochenmitte hatte die Wiener Börse neben Porr von kräftigen Kursaufschlägen bei AT&S (+11,58 Prozent auf 55,40 Euro), Lenzing (+6,02 Prozent) und Frequentis (+5,37 Prozent) profitiert, während unter anderem Flughafen Wien, Telekom Austria und UBM Development schwächer tendierten. Das Auf und Ab quer durch die Sektoren spiegelt den von geopolitischen Schlagzeilen, Ölpreissprüngen und Zins- wie Inflationssorgen geprägten Markt wider.