Wohnstadträtin Hanel-Torsch stellt leistbares Wohnen in Wien in den Mittelpunkt
Die neue Wiener Wohn- und Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) stellt leistbares Wohnen trotz hoher Inflation und knapper Budgets an die Spitze ihrer Agenda. In einem Interview mit der APA...
Auslieferstopp von SalzburgMilch verschärft Finanzlage von QimiQ
Die auf Sahnebasis-Produkte spezialisierte QimiQ Handels GmbH mit Sitz in Hof bei Salzburg ist insolvent und versucht sich in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung zu...
Steyr Motors erwartet Ergebnisplus nach Übernahme des Marine-Spezialisten BUKH
Steyr Motors AG hat die Übernahme des dänischen Marine-Spezialisten BUKH A/S abgeschlossen und damit einen zentralen Schritt in der eigenen Wachstumsstrategie vollzogen. Der oberösterreichische...
Pilnacek-Datenaffäre: IT-Techniker schildert Rolle von Vertrauten und Privatauftrag
Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Tod des früheren Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek rückt erneut dessen Laptop in den Mittelpunkt. Als erste Auskunftsperson des aktuellen...
Ölpreisrutsch treibt Reise- und Industrieaktien an der Wiener Börse
Eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg und die Aussicht auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus haben am Mittwoch eine breit angelegte Rally an der Wiener Börse ausgelöst. Der Leitindex...

UN-Hochkommissar verlangt Stopp von Drohungen gegen Zivilisten im Nahen Osten

09.04.2026


Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran scharf kritisiert und vor möglichen schweren Verstößen gegen das Völkerrecht gewarnt. Besonders empört zeigte sich der österreichische Diplomat über Ankündigungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen. „Das ist widerlich“, sagte Türk in Genf mit Blick auf die entsprechenden Aussagen Trumps.

Nach Einschätzung des Hochkommissars käme die Umsetzung solcher Drohungen schwersten Völkerrechtsverbrechen gleich. Zwar nannte Türk den US-Präsidenten in seiner formellen Stellungnahme nicht explizit, die Zielrichtung seiner Kritik war jedoch deutlich. Angriffe auf zivile Infrastruktur und breit angelegte Gewalt gegen die Zivilbevölkerung gelten im internationalen Recht als besonders gravierende Verstöße, etwa im Rahmen der Genfer Konventionen.

Türk beließ es nicht bei der Kritik an der US-Regierung. Er verurteilte eine „Flut hetzerischer Rhetorik“ aller an dem Konflikt beteiligten Akteure in den vergangenen Wochen. Solche Aussagen erhöhten das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen und Mittleren Osten und könnten zu einer Verrohung der Kriegsführung beitragen, warnte der Hochkommissar. Die politische und militärische Zuspitzung in der Region schüre nach seiner Darstellung die Gefahr, dass rote Linien des humanitären Völkerrechts überschritten werden.

Der UN-Menschenrechtschef forderte einen sofortigen Stopp von Drohungen gegen Zivilisten und appellierte an die internationale Gemeinschaft, verstärkt auf Deeskalation hinzuwirken. Nötig seien koordinierte diplomatische Anstrengungen, um die Lage in der Region zu stabilisieren und eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen Washington und Teheran zu verhindern. Der Schutz der Zivilbevölkerung müsse in allen Überlegungen und Entscheidungen oberste Priorität haben, betonte Türk.